Von der Autobahn zum Kokospalmenstrand
Kossihouen – Abidjan – Assinie France
Ich bin wieder sehr müde. Wie können Augenlider nur so schwer sein? Doch sobald ich mich aufsetze bin ich wieder voll und ganz wach. Diese Nacht auf Sonntag den 15. ist unsere erste Nacht seit langem zu dritt im Zelt. Denn wir haben fast eine Woche in Abidjan verbracht, obwohl wir keine Großstadtfans sind. Zuerst beantragten wir unser Visum für Ghana, warteten auf dessen Fertigstellung, um dann darauf zu warten, dass Sarahs Erkältung weggeht. Spoiler: sie tat uns den Gefallen nicht.

Wenigstens hatten wir wieder einen sehr netten Gastgeber auf Couchsurfing gefunden, Melam, unseren ersten Mitveganer seit Reisebeginn. Er zeigte uns das einzige vegane Restaurant der Elfenbeinküste, in dem wir haufenweise Tofu aßen. Irgendwie müssen wir ja auf unseren Proteinbedarf kommen. Tagsüber war Melam arbeiten und wir entspannten bei ihm Zuhause, profitierten von der Existenz einer Küche und kümmerten uns um organisatorische Angelegenheiten für unsere Rückkehr.

Wir finden, dass wir schon bald wieder nach Hause kommen und sehen die Reise ihrem Ende entgegenschreiten. Der Gedanke an unsere Heimkehr kommt häufiger. Auch Freunde finden, dass wir ja in kurzer Zeit wieder da sind. Noch 1,5 Monate. Da müssen wir uns um einiges kümmern, Clara und Selma suchen WG-Zimmer, Sarah schreibt Bewerbungen für ihren Master und Clara stellt ihren Semesterplan zusammen. Es sind noch 7 Tage Radfahren bis nach Benin, zwischendurch werden wir Projekte in Togo besuchen, um dann einen Monat in Benin zu verbringen.
Der Gedanke an das baldige Ende macht mir ein bisschen Angst, denn damit verbinde ich die Frage, ob ich die Reise auf lohneinswerte Art und Weise verbracht habe. Wir verbringen viel Zeit an Orten, an die wir wohl nie wieder zurückkehren werden. Deshalb frage ich mich, ob wir genug gesehen und gemacht haben. Vor allem aber frage ich mich in diesem Kontext, ob ich genug nach Hause kommuniziert habe. Genug Freunden Updates geschickt habe, genug Postkarten und Briefe geschrieben habe, gut, letzteres war eher enttäuschend, denn viele kamen nicht an. Vielleicht kommt das von der Angst, nach der Reise nicht richtig Zuhause anknüpfen zu können.

Wir denken immer wieder darüber nach, wie wir unser Zuhause nach der Reise gestalten wollen, was für Hobbies wir machen können oder wie wir neue Leute kennenlernen, kurzum, wie wir ein Gefühl von Zuhause kreieren können. Während der Reise staunen wir auch, wann und wo dieses Gefühl aufkommt. Für mich gab es in dieser Woche einen Moment: Zu unserem Gastgeber Melam kam eine weitere Couchsurferin, eine türkische Oma auf einer mehrmonatigen Reise durch Westafrika. Sie hatte wenig Internetkenntnisse und wir staunten zuerst, wie sie trotzdem eine solche Reise organisieren kann.
Ich bin wieder sehr müde. Wie können Augenlider nur so schwer sein? Doch sobald ich mich aufsetze bin ich wieder voll und ganz wach. Diese Nacht auf Sonntag den 15. ist unsere erste Nacht seit langem zu dritt im Zelt. Denn wir haben fast eine Woche in Abidjan verbracht, obwohl wir keine Großstadtfans sind. Zuerst beantragten wir unser Visum für Ghana, warteten auf dessen Fertigstellung, um dann darauf zu warten, dass Sarahs Erkältung weggeht. Spoiler: sie tat uns den Gefallen nicht.
Wenigstens hatten wir wieder einen sehr netten Gastgeber auf Couchsurfing gefunden, Melam, unseren ersten Mitveganer seit Reisebeginn. Er zeigte uns das einzige vegane Restaurant der Elfenbeinküste, in dem wir haufenweise Tofu aßen. Irgendwie müssen wir ja auf unseren Proteinbedarf kommen. Tagsüber war Melam arbeiten und wir entspannten bei ihm Zuhause, profitierten von der Existenz einer Küche und kümmerten uns um organisatorische Angelegenheiten für unsere Rückkehr.
Wir finden, dass wir schon bald wieder nach Hause kommen und sehen die Reise ihrem Ende entgegenschreiten. Der Gedanke an unsere Heimkehr kommt häufiger. Auch Freunde finden, dass wir ja in kurzer Zeit wieder da sind. Noch 1,5 Monate. Da müssen wir uns um einiges kümmern, Clara und Selma suchen WG-Zimmer, Sarah schreibt Bewerbungen für ihren Master und Clara stellt ihren Semesterplan zusammen. Es sind noch 7 Tage Radfahren bis nach Benin, zwischendurch werden wir Projekte in Togo besuchen, um dann einen Monat in Benin zu verbringen.
Der Gedanke an das baldige Ende macht mir ein bisschen Angst, denn damit verbinde ich die Frage, ob ich die Reise auf lohneinswerte Art und Weise verbracht habe. Wir verbringen viel Zeit an Orten, an die wir wohl nie wieder zurückkehren werden. Deshalb frage ich mich, ob wir genug gesehen und gemacht haben. Vor allem aber frage ich mich in diesem Kontext, ob ich genug nach Hause kommuniziert habe. Genug Freunden Updates geschickt habe, genug Postkarten und Briefe geschrieben habe, gut, letzteres war eher enttäuschend, denn viele kamen nicht an. Vielleicht kommt das von der Angst, nach der Reise nicht richtig Zuhause anknüpfen zu können.
Wir denken immer wieder darüber nach, wie wir unser Zuhause nach der Reise gestalten wollen, was für Hobbies wir machen können oder wie wir neue Leute kennenlernen, kurzum, wie wir ein Gefühl von Zuhause kreieren können. Während der Reise staunen wir auch, wann und wo dieses Gefühl aufkommt. Für mich gab es in dieser Woche einen Moment: Zu unserem Gastgeber Melam kam eine weitere Couchsurferin, eine türkische Oma auf einer mehrmonatigen Reise durch Westafrika. Sie hatte wenig Internetkenntnisse und wir staunten zuerst, wie sie trotzdem eine solche Reise organisieren kann.
Dann wurde es uns klar: sie hatte ein klares Talent, Menschen um Hilfe zu bitten und so setzten wir uns alle zusammen, um ihr ghanaisches Visum zu beantragen. Das komplizierteste Visum unserer bisherigen Reise, doch wir hatten es zum Glück bereits gemacht und konnten Iclal deshalb gut weiterhelfen. Als wir da alle so saßen und tippten im Dunkeln auf dem Sofa oder auf dem Teppich fühlte sich das unerwartet heimelig an. Vielleicht, weil wir Melam inzwischen besser kannten. Vielleicht, weil Iclal mit ihrer energetischen, warmen Art etwas Vertrautes mitbrachte.
Wieder zu gehen, ist trotzdem oft nur für einen kurzen Moment traurig. Denn es gibt so schnell wieder neues zu entdecken. Am Sonntag haben wir die Grenze nach Ghana überquert und entdecken in der kommenden Woche das für uns neue Land.

Dann wurde es uns klar: sie hatte ein klares Talent, Menschen um Hilfe zu bitten und so setzten wir uns alle zusammen, um ihr ghanaisches Visum zu beantragen. Das komplizierteste Visum unserer bisherigen Reise, doch wir hatten es zum Glück bereits gemacht und konnten Iclal deshalb gut weiterhelfen. Als wir da alle so saßen und tippten im Dunkeln auf dem Sofa oder auf dem Teppich fühlte sich das unerwartet heimelig an. Vielleicht, weil wir Melam inzwischen besser kannten. Vielleicht, weil Iclal mit ihrer energetischen, warmen Art etwas Vertrautes mitbrachte.

Wieder zu gehen, ist trotzdem oft nur für einen kurzen Moment traurig. Denn es gibt so schnell wieder neues zu entdecken. Am Sonntag haben wir die Grenze nach Ghana überquert und entdecken in der kommenden Woche das für uns neue Land.

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